Tag 17 bis 22

Rabbula-Evangeliar - die älteste erhaltene illustrierte Evangelienhandschrift.
Entstanden 586 im Kloster Zagba, Mesopotamien , heute Biblioteca Medicea Laurenziana, Florenz
In: The Rabbula Gospels, Urs Graf-Verlag, Publishers Olten und Lausanne 1959

28 Schmuckseiten, davon 26 als Bildschmuck, bereiten auf das Lesen des Evangeliums vor.
Ihr Aufbau ist klar in drei Teile gegliedert:

I. Teil
3 ganzseitige Miniaturen und 2 zugehörige mit Rahmen geschmückte Textseiten:
Wahl Apostels Matthias durch das Kollegium der 11 Apostel;
Maria - Kirche, das Jesuskind zeigend, in einem Sanktuarium;
die Gelehrten Ammonius und Eusebius, die 'Erfinder' der Synopsentafeln
;

II. Teil
19 Kanontafeln in Arkadenrahmung, in den Seitenrändern:
    34 Illustrationen zum Leben Jesu,
    24 alttestamentliche Zeugen der Gottesoffenbarung.
    Die 4 Evangelisten in der "Rolle" tragender Säulen der Arkaden,
    in denen die Kanontafeln stehen.

III. Teil
4 ganzseitige Miniaturen zu Tod und Auferstehung Jesu und zu seinem Bleiben in der Kirche,
das im Kommen des Heiligen Geistes wahrgenommen wird.
Motive: Himmelfahrt und 'Wiederkunft' Christi


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